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Stand: 18.03.2019

Als Kind war ich damals fasziniert von einem Gerät mit dem Namen Viewmaster®. Man konnte damit stereoskope Bilder ansehen, die paarweise auf einer runden Scheibe als Dia angebracht waren und damit war die Betrachtung 'viel realistischer'. Man spricht bei VR vom Grad der Immersion (=eintauchen), d.h. je höher der Grad, desto eher betrachtet man die VR als reale Umgebung.


Während bei geschlosssenen VR-Brillen die reale Umgebung ausgeblendet wird (sie ist höchstens in virtuellen Umrissen sichtbar, wenn man in entsprechend mit Sensorik aufgerüsteteten Räumen agiert), sind bei AR=Augmented Reality schon virtuelle Daten und reales Bild der Umgebung überlagert. Im einfachsten Fall ist dazu ein Handy oder Tablet erforderlich, die dies mit einer passenden APP realisieren. Ein Beispiel dazu hatten wir beim ->Labornachmittag 2017. Eine Anwendung dazu bietet auch IKEA an. Hier kann man einzelne Objekte aus dem Katalog direkt im eigenen Raum plazieren, um so die Wirkung besser aufnehmen zu können. 'IKEA Place' gibt es inzwischen als Android App (ab Android 7, basiert auf dem AR-Core-Kit von Google) und als iOS App (ab iOS version 11, benutzt IOS-AR-Standard AR-Kit). Der aktuelle google play store zeigt 100 T+ downloads an und eine Bewertung von 3.8 von 5. Ist also vermutlich noch verbesserungsfähig. Allen bekannt ist die Pokémon GO-App, die allein im play store 100 Mio+ downloads hat.

Nachteil dieser AR-Lösungen insgesammt sind der geringe Grad an Immersion und man hat die Hände nicht frei. Vorteil, zumindest für die nächsten Jahre sind die vielen verfügbaren Handies und Tablets, die allerdings die obigen Voraussetzungen erfüllen müssen.


Heute gibt es eine Vielzahl von VR-, AR- und MR-Brillen, von der einfachen Nachbaulösung 'Google Cardboard', in die das Handy gesteckt wird über VR-Brillen als Ergänzung zur Playstation 4 (ca. Euro 200,-) bis hin zu high-end-Systemen, die man gar nicht als Endverbraucher kaufen kann, sondern nur als Firma (Microsoft(TM)-hololens, ca. $ 5.000,- bzw. als Entwicklerversion ca. $ 3.700,-).


Wir möchten hier nicht die Consumermodelle vorstellen und vergleichen, sondern nur die für den industriellen Einsatz tauglichen.














 

MIXED REALITY - VIRTUAL REALITY - AUGMENTED REALITY

Quellen & weitere (ausgewählte) Infos


https://mixed.de : Mixed reality news, AR, VR, KI


05.02.19: HP arbeitet an hochauflösender VR-Brille für Windows Mixed Reality

25.02.19: Hololens 2: Alles was ihr wissen müsst

02.02.19: Windows Mixed Reality unterstützt bald Desktop-Apps in VR und AR


19.11.18: Remote suport mit ‘Augmented Reality‘ über das Handy mit ‘TeamViewer Pilot’

12.11.18: Einsatzmöglichkeiten von AR im geschäftlichen Umfeld (aus t3n)

11.10.18: Digital Reality - Entwicklungswerkzeuge von morgen, FH-Dortmund

08.02.18: Forschungsgebiet Mixed Reality / Microsoft HoloLens, Uni Duisburg-Essen

30.08.17: ARcore: Google stellt neue AR-Technologie vor (aus inside handy)



Microsoft(TM) hololens

Die Brille sitzt auf dem Kopf mit einem Tragering, an dem sie bewegt werden kann. Durch den eingebauten WINDOWS(TM) 10-Rechner ist sie zwar kabellos und damit autark, aber auch etwas schwerer, als eine kabelgebundene VR-Brille. Microsoft hat für diese Art der Brille den Begriff 'Mixed Reality' geprägt, da man ja zunächst die reale Umgebung im Blickfeld hat und die virtuellen Objekte überlagert mit eingeblendet werden. Die Nutzung ist beeindruckend, wenn die Daten gut aufbereitet wurden.

Die Brille erkennt bestimmte Fingerbewegungen und damit kann man dann Anwendungen öffnen und die Objekte skalieren bzw. zoomen oder drehen aber auch z.B. die Tür in einem Zug öffnen.


Welche Anwendungen sind möglich (Beispiele)?

- Raumplanung (factory layout) ->Filmbeispiel

- Remote suport (Techniker bekommt Hilfe von einem/einer Fachmann/Fachfrau, die direkt Anweisungen und Hilfen in sein Gesichtsfeld online einbringt (z.B. Im geöffneten Schaltschrank) ->Filmbeispiel


Ein verantwortlicher Microsoft-Manager soll vor einiger Zeit gesagt haben, dass die Menschen noch gar nicht erkennen, dass das Handy 'out' ist und die Zukunft der Kommunikation mit solchen Brillen erfolgt.

Wie auch immer, es sollen schon 50.000 Brillen im Einsatz sein. Firmen wie Thyssen-Krupp oder Porsche setzen die Brille ein oder suchen in Entwicklungsteams die zukünftigen Einsatzfelder (z.B. bei Porsche die weltweite Schulung der Servicepersonen bei der Umstellung z.B. auf den E-Antrieb).


Hervorragend eignet sich die Brille aber auch für gemeinsame Schulung (z.B. Medizin: Der Dozent steht mit den Studenten um ein Herz, das skalierbar ist oder sich öffnen läßt. Dabei müssen nicht alle Personen im Raum anwesend sein, sondern können auch durch virtuelle Avatare in der Gruppe stehen und selbst nur remote zugeschaltet sein.)


Nachteil ist aktuell noch das eingeschränkte Gesichtsfeld, das mit dieser Technik auch nicht viel zu verbessern ist. Der Nachfolger, hololens 2 (2019) hat ein doppeltes Gesichtsfeld (52° zu 34°) und deutlich besseren Tragekomfort, ist aber auch weiter verbesserungsfähig. Somit wird ein Nachfolgemodell vermutlich eine geschlossene Brille sein (wie VR) die aber mit einer Stereokamera (oder 2 Kameras) die Umgebung aufnimmt und diese mit in das Gesichtsfeld auf dem Monitor überlagert.


Magic Leap One

Die ist eine weitere kabellose Brille, die es ebenfalls nur als Entwicklerversion gibt. ->Weitere Infos


AR & Cloud-Anker

Zunächst wird keine Brille vorgestellt sondern Systeme, in denen virtuell erstellte Objekte dauerhaft an einem Ort fixiert werden können. Ebenso kann man Figuren, mit einem Stift auf dem Tablet oder mit der Hand in den Raum gezeichnet, realen Objekten zuordnen. Beides ist von Dritten einsehbar (erlebbar). Möglich ist das durch eine Cloudlösung, die für alle die gemeinsame Datenbasis zur Verfügung stellt.

2 Systeme sind in der Entwicklung:

->SAMSUNG nennt das PROJECT WHARE

->GOOGLE hat die AR-App Just a line

Die Entwickler sind sich einig, dass AR ohne Cloud keinen Sinn ergibt.


Zukünftige Entwicklungen - 2022+

->Hier kann man mit einem Hauptverantwortllichen in der Entwicklung in die Zukunft

sehen. So sind größere Sprünge erst ab 2022 zu erwarten. VR und AR wachsen

zusammen. Ab 2025 könnten Avatare schon nicht mehr von realen Menschen

unterschieden werden.


Reinhold Berlin


Bild: Microsoft: https://www.microsoft.com/de-de/hololens

Bild: Projekt whare

https://whare.io


AR

Selbstbau-anleitung