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Die ganze Welt spricht seit einigen Jahren von der Digitalen Transformation (Deutschland seit 2011: Industrie 4.0 oder (Ursprung USA: Cyber physical systems, 2006). Hier geht es im Wesentlichen darum, alle Elemente (Maschinen, Rechner, Fahrzeuge, Werkstücke) so miteinander zu vernetzten, dass sie sich z.B. gegenseitig informieren können. Das Werkstück sagt der Maschine, wie es bearbeitet werden möchte, das Lager bestellt bei Bedarf Nachschub, der Kunde ist immer im Blick, wo sich seine Bestellung gerade in der Prozeßkette befindet. Das kann zu einem größeren Verlust an Arbeitspläzen führen, das wird in jedem Fall Tätigkeiten und erhöhten Schulungsbedarf aber auch völlig neue Geschäftsmodelle und Arbeitsstrukturen (Entscheidungen eher horizontal statt vertikal) hervorbringen. Das bedeutet, dass sich sowohl die Menschen als auch die Firmen immer (schneller) neu erfinden müssen. Das 'lebenslange Lernen' gilt für beide gleichermaßen. Chancen der Digitalisierung sind die Realisierung von sehr individuellen Produkten (bis Losgröße 1), die trotzdem noch wirtschaftlich auch wieder in Hochlohnländern wie Deutschland zu fertigen sind (Beispiel: speedfactory). Auf der anderen Seite ist die große Gefahr, dass durch die totale Digitalisierung bis hin zu digitalen Zwillingen (Produkt und Fertigung) auch schnell durch Datenklau viel mehr als bisher an Werten vernichtet (oder verschoben) werden kann.

Hier kann man sich auf den Seiten des BMBF (Bundesministerium für Bildung & Forschung) in einem kleinen
-> Zeichentrickfilm, ca. 2,4 Minuten, sehr anschaulich den Zusammenhang der Faktoren von Industrie 4.0 ansehen.

https://www.festo.com/cms/en-eg_eg/56644.htm

Aber auch in der Entwicklung der KI sind extreme Fortschritte gerade seit Anfang 2016 zu er-kennen. In drei Anwendungen (Go-Spiel, Einsatz im Kampfflugzeug und beim Pokerspielen) hat der Mensch keine Chance mehr gegen die KI. Während in den Anfangsjahren die KI bei für den Menschen komplexen Aufgaben erfolgreich war (die für die KI einfach sind), ist nun die KI in der Lage, unscharfes Wissen, Emotionen und Bluffen zu verarbeiten bzw. zu erzeugen. Die Sprünge sind umso erstaunlicher, da ausgerechnet die Fachleute dies erst in Jahren oder in mindestens einem Jahrzehnt erwartet hätten. Auch wenn das einzelne, isolierte Bereiche sind, in denen die Maschine dem Menschen überlegen ist, so muss man nur darauf warten, wann eine übergeordnete Software das koordiniert. ->Weiterlesen KI

Weitere Infos:

'Vernetzte Welten', 244 Seiten Zusammenfassung: https://files.vogel.de/vogelonline/vogelonline/issues/lp/7672.pdf

Digitalisierung im Mittelstand, Fokusbericht Commerzbank, Oktober 2017, 88 Seiten: http://docplayer.org/75260515-Digitalisierung-im-mittelstand.html

Stand: 12.11.2018

Neben der Digitalisierung und Vernetzung (IoT=Internet of Things) wurden weitere wichtige Bereiche, wie die Robotik, der 3-D-Druck bzw. die additive Fertigung, Mixed Realtity (u.a. VR oder AR) aber auch die Künstliche Intelligenz in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Mit den Sprüngen in der IT (Moorsches Gesetz) gehen auch sprunghafte Entwicklungen in der Robotik oder KI einher. So war es z.B. vor wenigen Jahren nur mit sehr großen Rechnerschränken möglich, sehr schnelle Handhabungssysteme, wie die Parallelkinematiken zu steuern.


Bild: Ein Überblick der Begriffe (Vortrag: Reinhold Berlin: Arbeit im Wandel/Arbeit 4.0, 2017)